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Verfugmörtel für Platten und Pflaster - billig contra teuer
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Plattenfugenmörtel oder Pflasterfugenmörtel, welcher ist der Beste?

Plattenfugenmörtel oder Pflasterfugenmörtel, welcher ist der Beste?

 

Welcher Pflasterfugenmörtel bzw. Plattenfugenmörtel ist der Beste? Und wie kann ich gute von schlechten Fugenmörteln unterscheiden?

Zwei Fragen, die eine Menge Diskussionsstoff beinhalten.

Slogans wie "saubillig" oder "Geiz ist Geil" aber auch " 20% auf alles, außer Tiernahrung" haben uns zu Schnäppchenjäger mutieren lassen. Ob Internet, Baumarkt oder Flohmarkt, überall stöbern wir nach den billigsten Angeboten. Aber achten wir auch auf die Qualität?

Was nutzt mir das billigste Angebot, wenn die Qualität nicht stimmt.

Stellen Sie sich vor: Die Terrasse wunderbar verlegt oder Der Hof  toll gepflastert. Mörtel drauf und alles versaut. Oder selbst wenn die Verarbeitung klappt nach 2 Jahren fliegen wieder die Fugen raus. Für die Fälle ist auch der billigste Mörtel noch zu teuer.

Aber zurück zur Ausgangsfrage. Welcher Fugenmörtel ist denn nun der Beste. Der Jurist würde sagen, das kommt drauf an! Und damit hat er sicher nicht unrecht.

Tätsächlich kann man das nicht pauschal sagen. Es kommt halt auf verschiedene Faktoren an und dazu zählen:

  • Welchen Belag will ich verfugen ? (Betonsteinplatten evtl. sogar versiegelt, Betonsteinpflaster, Natursteinplatten, Natursteinpflaster oder Klinkerbeläge)
  • Welche Fugenbreite habe ich und welche Fugentiefe?
  • Wie habe ich den Belag gebettet, d.h liegt er im Sand oder im Mörtelbett
  • und Ganz wichtig!, wie werde ich die Fläche nutzen, d.h. gehe ich nur darüber, fahre ich mit dem PKW darüber oder können auch LKWs über die Fläche rollen.

Jede dieser Fragen ist ganz wichtig, um für seine Bausituation den richtigen und damit den besten Mörtel zu finden.

Gleichzeitig muss man sich dabei auch mit den verschiedenen Rezepturen der Mörtel auseinandersetzen. Denn nicht in jedem Mörtel ist auch das gleiche drin, d.h. es werden unterschiedliche Bindemittel oder Zusatzstoffe benutzt. Grundsätzlich können dies sein: Zement, Epoxidharz, PU oder Polybutadien. Von flüssigen Sandbindern aus dem Baumarkt oder Fugensanden auf Salzbasis bzw. auf Zellstoffbasis ist grundsätzlich abzuraten. Nach spätestens 2 Jahren kann man eh alles neu machen.

Dann gilt es die Körnung der Fugenmassen zu beachten. Schmale Fugen kann ich nicht mit groben Körnern füllen. Das ist einleuchtend. Daher geben die Hersteller meist die Mindestfugenbreite an. Versuchen Sie nicht diese zu unterschreiten. Die Fugmasse wird die Fuge nicht komplett füllen sondern die Fuge nur oberflächlich verschließen. Mit der Folge, dass die Fugen schnell ausbrechen.

Kommen wir zurück zum Belag:

  • Grundsätzlich gilt: Je heller der Belag, umso vorsichtiger bei der Auswahl des richtigen Fugmaterials! Das gilt vor allem bei preiswertem Granit aus China.
  • UND: Sollen imprägnierte Betonsteinplatten verfugt werden, ist auch nicht jeder Fugenmörtel geeignet.

Scheckige Oberflächen und Verfärbungen sind beim Einsatz des falschen Verfugmaterials garantiert. Dann hilft nur noch teure Chemie, um die Dinge in Ordnung zu bringen.

Daher immer beim versierten Baustofffachhändler oder Natursteinhändler nachfragen, ob dieser Mörtel für den Einsatz auf dieser Belagsoberfläche geeignet ist. Im Zweifelsfall den Hersteller fragen. Und um ganz sicher zu gehen, eine Probefläche anlegen.

Zu den Fragen zur Fugenbreite, Fugentiefe, Bettung und Verkehrsbelastung kann man bei einem Hersteller auf eine Plaungshilfe zurückgreifen, die sehr gut gemacht ist.

Unter http://www.gftk-info.de/pages/produkte/beratung.html erfährt man genau, welches Verfugematerial ich bei welcher Fugenbreite, welcher Fugentiefe, welcher Bettungssituation und welcher Nutzung der Fläche eingesetzt werden kann.

Die Auswahl des besten Fugmaterials ist folglich nicht so einfach. Und Testsieger lassen sich  auch kaum ermitteln. Denn nur für eine bestimmte Bausituation kann ein Test durchgeführt werden. Aber ist diese Situation gleich der Ihren? In den aller meisten Fällen: NEIN!

Zum Schluß noch ein Tip: Nicht den billigen Mörtel per Internet oder im Baumarkt kaufen, sondern den richtigen, der für Ihre Bausituation passt. Sich beraten lassen. Aber auch hinterfragen. Der versierte Verkäufer wird Ihnen auch die Grenzen der Einsatzmöglichkeiten des jeweiligen Verfugemörtels nennen.

Jetzt soll dieser Beitrag aber auch keine Angst machen. Eine sauber verfugte Fläche ist schon toll. Kein Ärger mit Unkraut oder Gräsern die aus den Fugen wachsen, keine Sandfugen die ständig vom Regen ausgespült werden, kein Unmut über Sandhäufchen durch Ameisen, kein ständiges Kehren, Nachsanden, Unkraut zupfen, Abflämmen, Ärgern.

Man hat einfach viel mehr Zeit seine Terasse, seinen Gartenweg zu genießen.

 

Foto: pixelio.de/paul-georg meister
 

 



 
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