Fugen tränken, fertig!
Nein so leicht ist das nicht, auch wenn ein paar Hersteller von bekannten Baumarktmarken das versprechen.
Entweder endet dieser Versuch mit einer mordsmäßigen Schweinerei auf der Plattenoberfläche oder nach einem halben Jahr sehen die Plattenfugen oder Pflasterfugen so aus wie vorher. Man hat Geld und noch mehr Arbeit investiert und ärgert sich nur rum.
Eine Verfestigung mit sogenannten Sandbindern sollte allenfalls die letzte Möglichkeit sein, das Problem absandender Fugen Herr zu werden. Das ist bei Fugenbreiten von 0-2 mm der Fall, da dort der Einsatz von Plattenfugenmörteln oder Pflasterfugenmörteln nicht möglich ist. Würde ich diese einsetzen, wäre die Fuge nur oberflächlich gefüllt und würde nach kurzer Zeit ausbrechen.
Oft sind dies Pflasterklinker, Betonpflaster ohne angeformte Abstandhalter oder Terrassenplatten, die nahezu knirsch verlegt wurden. Wenn der Zollstock bzw. ein ein Glied dieses Zollstockes in die Fuge passt, sollte man auf andere Mittel zurückgreifen.
Für den Fall, dass der Zollstock nicht in die Fuge passt, bietet sich nur an, die Fugen auszukärchern oder auszukratzen. Anschließend mit feinem Sand oder Basaltmehl einzukehren oder einzuschlämmen und diese nach Austrocknung mit dem Sandbinder einzeln (nicht vollflächig!) mittels Drucksprühverfahren zu tränken.
Wenn ein solcher Sandbinder oder Fugenbinder zum Einsatz kommt, stets einen nassen Schwamm zur Stelle haben, um den überschüssigen Sandbinder, der auf der Oberfläche des Belages anzutrocknen droht sofort aufwischen. Andernfalls hilft nur die Drahtbürste mit schlimmen Folgen für die Optik des Belages.
Bei Fugen ab 3mm lassen sich in 99,9% der Fälle Pflasterfugenmörtel oder Plattenfugenmörtel einsetzen.
Welcher der richtige Mörtel ist, läßt sich bei einem Hersteller dieser Fugensysteme anhand eines Baustellenplaners recht einfach herausfinden.
Unter http://www.gftk-info.de/pages/produkte/beratung.html muss man folgende Fragen beantworten
- Welche Fugenbreite habe ich und welche
Fugentiefe?
- Wie habe ich den Belag gebettet, d.h liegt er im
Sand oder im Mörtelbett
- und Ganz wichtig!, wie werde ich die Fläche nutzen,
d.h. gehe ich nur darüber, fahre ich mit dem PKW darüber oder können auch LKWs
über die Fläche rollen.
und erfährt sofort, welcher Mörtel der richtige ist. Lesen Sie bitte dazu noch den Beitrag:
http://www.ratgeber-hausundgarten.net/verfugmoertel_fuer_platten_und_pflaster_-_billig_contra_teuer.htm
Foto: Pixelio/E. Balling
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